26.11.2018 | Kategorien TEC News

Spannender Streifzug über den Campus

Reutlinger Wissenswoche endete am Samstag mit neuem Besucherrekord beim Tag der offenen Tür

Von: tec/pr-krk, Gundula Vogel

Vergangene Woche gewährte die Hochschule Reutlingen einen Blick hinter die Kulissen. Bei den verschiedenen Veranstaltungen der Reutlinger Wissenswoche erwartete die Interessierten eine vielfältige Mischung aus informativen, originellen und kuriosen Highlights. Der krönende Abschluss war der Tag der offenen Tür am Samstag mit über 5.000 Besuchern, die unter anderem Zeuge eines Rekordversuchs im Origami-Turmbau wurden.

Beim Tag der offenen Tür war die Hochschule am Samstag den ganzen Tag für jedermann zugänglich. Mit den über 5.000 Besuchern in diesem Jahr wurde ein neuer Besucherrekord aufgestellt – für die Hochschule ein voller Erfolg. Die Fakultäten zeigten auf dem ganzen Campus ihr Können und begeisterten Groß und Klein mit einem umfangreichen Programm aus Vorträgen, Ausstellungen und Führungen. Besonders beliebt waren die zahlreichen Mitmach-Aktionen zum selbst Tüfteln, wie das Murmelbahn-Bauen oder LED-Bäumchen-Basteln und die Experimentier-Lesungen der Kinderbuchautorin Debbie Schwefer. Ihre Bücher "Nela forscht" stehen jetzt auf so manchem Weihnachtswunschzettel.

Bei einem ganz besonderen Höhepunkt kamen dann aber nicht nur die kleinen Besucher ins Staunen. In der Aula wagte das Team um Prof. Dr.-Ing Eckhard Hennig aus der Fakultät Technik einen Rekordversuch: Nur aus Papier sollte mit Hilfe der Origami-Falttechnik ein rund fünf Meter hoher Turm gebaut werden. Der bisherige Rekord von 1,80 Meter wurde mit letztlich 5,20 Meter unter anerkennendem Applaus der Besucher souverän übertroffen.

Bei der Werkschau Textil & Design, ebenfalls in der Aula, zeigte sich der geballte Einfallsreichtum der Studierenden in der Fakultät Textil & Design. In einer spektakulären Ausstellung präsentierten die kreativen Köpfe der Bereiche Textil- und Modedesign, Transportation Interior Design und Künstlerische Konzeption ihre Projekt- und Abschlussarbeiten.

Ein futuristisches Erlebnis war dagegen das Eintauchen in virtuelle Welten. Besonders die jüngeren Besucher setzen sich mit großer Begeisterung die VR-Brille auf und erforschten die schier unbegrenzten Möglichkeiten in den virtuellen Räumen im VR-Lab der Fakultät Informatik. Faszinierend war auch die Begegnung mit dem sympathischen Robo-Mädchen Leonie und ihrem kleinen Freund Kurt, der mit den Besuchern an der Hand durch das Roboter-Labor der technischen Fakultät lief.

Spannendes zum Mitmachen gab es in der Angewandten Chemie. „Die Seifenblasen-Aktion für Kinder im Chemie-Labor war sehr interessant“, meint Hubert Bürkle, der mit Frau und Kind über den Campus streifte. Er selbst hat vor einigen Jahren im Bereich Maschinenbau an der Hochschule sein Studium absolviert und freute sich über die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. Aber auch für Hunger und Durst hatte die Fakultät Chemie etwas im Angebot: In der Molekularküche gab es mit Trockeneis und flüssigem Stickstoff ganz neue kulinarische Welten entdecken.

Schließlich kamen auch Studieninteressenten am Tag der offenen Tür auf ihre Kosten. Zahlreiche Beratungsstände informierten über das facettenreiche Studienangebot an der Hochschule. Zudem boten Partner-Unternehmen aus der Region persönliche Gespräche über Praktika und Berufseinstieg an und zeigten so die gute Vernetzung der Hochschule mit der Wirtschaft.

Hochschulpräsident Prof. Dr. Hendrik Brumme blickte am Ende des Tages stolz auf ein gelungenes Programm zurück und zog eine positive Bilanz der Wissenswoche: „Ich freue mich sehr, dass unser mehrtägiges Angebot auch in diesem Jahr wieder so viele Besucher auf den Campus gelockt hat.“ Denn der Hochschule ist es stets ein wichtiges Anliegen, den Bürgerinnen und Bürgern aus Reutlingen und Umgebung mit der alljährlichen Wissenswoche einen interessanten Einblick in die Lehre, die Forschung und den Campus zu geben, um so das Interesse künftiger Studierender zu wecken.

So waren bereits am Mittwoch rund 1.000 Schülerinnen und Schüler aus ganz Baden-Württemberg zur ersten Veranstaltung der Wissenswoche auf den Hohbuch-Campus gekommen – zum landesweiten Studientag. Für die Studieninteressierten gab es bei Probevorlesungen, Experimenten und Campusführungen viel zu entdecken und auszuprobieren. Maschinenhallen, Labore und Werkstätten auf dem Campus waren geöffnet und Studierende und Mitarbeiter gaben bereitwillig Auskunft über die mehr als 45 Studiengänge der Hochschule, deren Zugangsvoraussetzungen und Berufschancen. Sie gaben so wichtige Entscheidungshilfen für alle, die noch auf der Suche nach dem richtigen Studium sind.

Am Mittwochabend stand zudem ein weiterer Vortrag aus der Reihe Studium Generale auf dem Programm. Dabei lauschten die zahlreichen Zuhörer den Ausführungen von Dr. Ulrich Eberle, Senior Project Lead Advanced Technology bei Opel Automobile. Unter dem Motto „Ein alter Traum oder die Zukunft der Mobilität?“ informierte der Experte über die aktuellen Entwicklungen beim autonomen Fahren und stellte sich der Frage, wer denn nun wirklich sicherer fährt: Mensch oder Maschine?

Am Ende zeigte die Reutlinger Wissenswoche einmal mehr, wofür die Hochschule Reutlingen weit über die Grenzen der Stadt bekannt ist: spannende Themen sowie eine facettenreiche Lehre und Forschung, die hochkompetente Fachleute mit praxisnaher und international geprägter Ausbildung hervorbringt.