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20.09.2021 | Kategorien TEC News

Café ums Eck - ein mobiles Stadteilkaffee im Hohbuch und Schafstall

BWL trifft Technik: nachhaltiges und praxisnahes Projektmanagement

Einer der beliebtesten Studiengänge für junge Frauen und Männer ist nach wie vor der Wirtschaftsingenieur, der Technik und Betriebswirtschaft verbindet. So sehen es die Reutlinger Studierenden, die sich für den International Project Engineering B. Eng. (IPE) entschieden haben, weil dieser einen praxisorientierten Einstieg in die wichtigsten Methoden und Werkzeuge des Projektmanagements bietet. Schon in den ersten Studiensemestern liefern sie im Team praktische Lösungen für regionale Auftraggeber, wie aktuell für die Evangelische Kirchengemeinde Hohbuch, für die sie im Rahmen des Kurses „Integratives Projekt“ ein mobiles Stadtteil-Café umgesetzt haben. Das neue "Café ums Eck" wurde am Samstag, 18. September auf dem Reutlinger Hochschul-Campus in Betrieb genommen. Mit dabei waren Jugendliche der Evangelischen Gemeinde Hohbuch sowie das IP-Studierenden-Team: Lukas Ruoff, Jakob Zweig, Noel Glück, Moritz Rehkugler, Oliver Löhnert unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Georg Samland.

Durch den mobilen Treffpunkt sollen die Gemeinschaft und das Netzwerk der Gemeinde im Hohbuch gestärkt und ein lockerer Austausch gefördert werden. Auf Basis des dreirädrigen Elektro-Transporters „Cargo Runner“ realisiert das Projektteam eigenständig das mobile Café. Hierzu wird auf die Transportfläche des Cargo Runners eine Schweiß- und Holzkonstruktion aufgebaut, in der eine Cafémaschine, die Elektrik sowie die restliche Ausstattung fest verbaut werden. Um die Wetterfestigkeit des mobilen Cafés sicherzustellen, wird der Aufbau überdacht und alle Utensilien sicher in den dafür vorgesehenen Stauräumen verstaut. Für das fünfköpfige studentische Team bietet das Projekt die ideale Möglichkeit, die im Studiengang erworbenen Kenntnisse an einem realen Projekt anzuwenden.

Die Idee:
Ein kleines mobiles Kaffee, das zu den Anwohnern des Stadtteils kommt. Menschen finden bei Kaffee und einem kleinen Imbiss zueinander. Informationen über Beratungsangebote, Nachbarschaftshilfen, u.v.m. können hier im Gespräch untereinander vermittelt werden. Außerdem werden die vorhandenen Treffpunkte durch ein attraktives Angebot aufgewertet. Der Wiedererkennungseffekt des mobilen Kaffees erzeugt ein Zusammengehörigkeitsgefühl des Stadtteils.
Diese Idee ging aus einer ersten Projektphase, der Kooperation zwischen dem Studiengang Soziale Arbeit der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg auf dem Campus Reutlingen und dem Projekt Will.kommen des Freundeskreises der Evangelischen Kirchengemeinde Reutlingen Hohbuch e.V. hervor. Hierbei wurde ein erstes Anforderungsprofiel an das mobile Kaffee erarbeitet. Wichtige Treffpunkte und Zeiten im Stadtteil wurden erörtert. Konkrete Bedarfe erhoben. Neben dem Wunsch nach einer kleinen Bewirtung an verschiedenen Plätzen im Stadtteil wurde auch der Bedarf nach gelegentlichen künstlerischen Darbietungen erkennbar.
Mit der Idee des mobilen Kaffees kam zugleich der Wunsch auf, dass nicht erst das fertige Produkt, ein voll funktionsfähiges Gefährt mit Kaffeeausschank, sondern bereits der Prozess der Herstellung Begegnung und Gemeinschaft im Stadtteil ermöglichen soll. Das gewünschte Café sollte daher nicht einfach gekauft sondern in Kooperationsprojekten im Stadtteil zumindest in Teilen selbst produziert werden.

Die Umsetzung:
Die Studierenden des Studiengangs Soziale Arbeit vermittelten die Idee an die ebenfalls auf dem Campus gelegene Fakultät Technik mit einem ihrer Studiengänge "International Project Engineering". Diese brachte den Bau des Cafés im Rahmen eines praxisorientierten Semesterprojekts zur Umsetzung. Zusammen mit der Evangelischen Kirchengemeinde im Hohbuch und dem Jugendhaus Hohbuch wurde dabei ein Anforderungskatalog erstellt und in die Konstruktion eingearbeitet.
Zuerst galt es die Fragen der technischen Ausstattung zu klären: Welche Trägerplattform wird gewählt? Wer soll das Café fahren und bedienen können? Welche Reichweite wird erforderlich sein? Welche Geräte sollen mitgeführt werden (Kaffeemaschine, Kühlvitrine)? Wie können die mitgeführten Geräte mit Energie versorgt werden? Welche Ausstattung muss darüber hinaus mitgeführt werden (Becher mit Logo)? Bald darauf galt es mit den aktuellen Gegebenheiten des Marktes zurecht zu kommen: Lieferschwierigkeiten infolge des Brexit u.a.m.
Schließlich konnten diese Fragen alle geklärt und die Hindernisse überwunden werden. Aus der Idee wurde ein echtes Café!

Namensgebung:
Der Namensgebung gingen verschiedene Überlegungen vorraus. Neben der Einprägsamkeit des Namens sollte auch die Identifikation mit dem Stadtteil gewährleistet sein, sowie die Macher des Projekts erkennbar werden. Vor allem aber sollte die Idee des Treffpunkts und der einfachen Möglichkeit im Stadtteil miteinander in Kontakt zu kommen vermittelt werden. Neben Namen wie AnsprechBar, KaffeeKontakt oder KontaktPunkt stand beispielsweise ein CaféWalter zur Diskussion, um auf einen der wichtigsten Räume im Stadtteil zu verweisen, an dem das Café zu finden sein wird, um ihn zu beleben: Den Walter Gropius Platz. Zuletzt aber sollten die Überlegungen zum Rahmenprogramm rings um die Nutzung des Cafés namensgebend werden. Mit der Reihe Kultur ums Eck, wie sie ebenfalls im Rahmen des Projekts Will.kommen des Freundeskreises der Ev. Kirchengemeinde entwickelt wurde, eröffenet sich die ideale Kombination des Cafés mit der im Stadtteil bereits etablierten und bekannten Veranstaltungsreihe, die Künstlern aus dem Stadtteil im Stadtteil ebenfalls eine Bühne an wechselnden Standorten bietet. Zur Reihe Kultur ums Eck gesellt sich daher jetzt das Café ums Eck.

Zukunft des Cafés ums Eck
Das Café ums Eck geht nun zunächst in eine Erprobungsphase und wird von der Evangelischen Kirchengemeinde Reutlingen-Hohbuch bei einzelnen gemeinnützigen Veranstaltungen eingesetzt. Zugleich aber wird unter Moderation der Diakonie Württemberg ein nachhaltiges Betriebskonzept erarbeitet, in dem diakonische Partner wie der Diakonieverband, die Bruderhausdiakonie, die evangelische Kirchengemeinde Reutlingen-Hohbuch, die katholische und evangelische Hochschulseelsorge, die VHS-Reutlingen, FERDA International, das Kulturbüro KLICK, das Jugendhaus Hohbuch und andere Einrichtungen des Stadtteils eingebunden sind. Die hier in Anspruch genommene Moderation und Beratung wird finanziert aus Fördermitteln des gemeinwesenorientierten Projekts der Diakonie Württemberg: Aufbruch Quartier.

Projektpartner
Ideenfindung, Sozialraumanalyse und aktivierende Befragung:
Emine Dilek Gülfidan und Hannah Pfeiffer, Studierende des Studiengang Soziale Arbeit der Evangelische Hochschule Ludwigsburg im Rahmen ihres Projektbegleitseminars im Sommersemester 2019 unter der Leitung von Frau Prof.*In Dr.*In Maria Knab.
Technische Umsetzung:
Lukas Ruoff, Jakob Zweig, Noel Glück, Moritz Rehkugler, Oliver Löhnert, Studierende des Studiengangs International Project Engineering der TEC an der Hochschule Reutlingen im Rahmen des Integrativen Projekts im Sommersemester 2021 unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Georg Samland.
Beratung und Unterstützung:
Peter Cramer, Leitung des Jugendhauses im Hohbuch.
Projektleitung:
Pfarrer Michael Dullstein, Evangelische Kirchengemeinde Reutlingen-Hohbuch und
Sabine Bahnmüller, Projektkoordinatorin des Nachbarschaftsprojekts Will.kommen des Freundeskreises der Evangelischen Kirchengemeinde Reutlingen-Hohbuch e.V.
Projektfinanzierung:
Aus dem Mitteln des Fonds für Inklusion der Ev. Landeskirche und des Diakonischen Werks Württemberg vertreten durch Wolfram Keppler.

Georg Samland
Prof. Dr.-Ing. Georg Samland

Sprechstunde:
nach Vereinbarung und/oder online via Zoom

 

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Tel. +49 7121 271-7107

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