03.06.2019 | Kategorien TEC News

KSG Stiftung lässt Stiftungsprofessur von Prof. Dr. Löbbe evaluieren

Von: tec/pr-krk, Cecilia Lee

Die Karl Schlecht Stiftung (KSG) fördert das Reutlinger Energiezentrum (REZ) mit einer Stiftungsprofessur, für die Professorin Dr. Sabine Löbbe zum Februar 2015 berufen wurde. Nun wurde die Stiftungsprofessur vereinbarungsgemäß nach drei Jahren evaluiert.

Die Evaluation koordinierte Professor Po Wen Cheng von der Universität Stuttgart und die inhaltliche Begutachtung wurde von zwei unabhängigen Fachgutachtern, Dr. Christian Schaffner, Executive Director des Energy Science Center (ESC) der ETH Zürich und von Torsten Höck, Geschäftsführer Verband für Energie- und Wasserwirtschaft (VfEW) e.V., durchgeführt. Die Gutachter attestieren im Evaluationsbericht hervorragende Ergebnisse:

Zur Lehre heißt es da: „insgesamt kann man die Lehrqualität als sehr gut bezeichnen und die Ziele des Studiengangs und der Stiftungsprofessur, die die Hochschule Reutlingen mit der Karl Schlecht Stiftung vereinbart haben, wurden erreicht.“ Dass die Ergebnisse der studentischen Bewertung überdurchschnittlich ausfallen, beurteilen die Gutachter als eine beachtliche Leistung insbesondere auch in Anbetracht der Tatsache, dass die Professur erst seit 2015 besteht.

Auch die Forschungsaktivitäten stehen in sehr gutem Licht da: Innerhalb eines kurzen Zeitraums wurde eine beachtliche Forschungsleistung erbracht. Dabei seien insbesondere das überdurchschnittliche Resultat in der internen Evaluierung durch die Hochschule, die Vielzahl an wissenschaftlichen und technischen Publikationen in Zeitschriften und Konferenzen wie auch die Akquise von neuen Forschungsprojekten (zum Teil als kooperative Promotionen mit der Universität Hohenheim und Wien) hervorzuheben.

„Ich bin schon ein bisschen stolz auf das, was ich hier gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen am REZ und an der Hochschule geleistet habe und leisten darf,“ so Prof. Dr. Löbbe. „Auf diesem Weg wollen wir weitermachen. Und die erwähnten fruchtbaren Kooperationen sind für uns sehr wertvoll. Für die aktive Unterstützung durch die Karl Schlecht Stiftung bedanke ich mich ganz herzlich. Die Zusammenarbeit mit Studentinnen und Studenten, mit Industriepartnern und Wissenschaftlern brauchen und nutzen wir aktiv, um integrative Lösungen für die Transformation des Energiesystems zu erarbeiten.“

Die Forschungsschwerpunkte der Stiftungsprofessur umfassen: 

  • Kundenerwartungen / Konsumentenverhalten / Kundennutzen, Energieverbrauch, Energieeffizienz, Energie-, Wärmewende aus Kundensicht, Smart Home Consumers
  • Entwicklung von Geschäftsmodellen, Produkten, Dienstleistungen für dezentrale Energiesysteme und Energieeffizienz in den Bereichen Strom und Wärme
  • Erfolgsfaktoren für die Umsetzung: Unternehmertum, Strategie, Struktur, Kultur. 

Geforscht wird aktuell mit zwei  Promotionsprojekten: einmal das Unternehmertum von Stadtwerken,  gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) gemeinsam mit der Universität Hohenheim als kooperativen Promotionspartner. Das zweite Projekt findet in Zusammenarbeit mit der Universität Wien statt und wird von der Karl Schlecht Stiftung gefördert. Hier geht es um die Rationalität und Dynamik von Energieeffizienz in der Produktion mit dem Fokus auf institutionelle Logiken, organisationaler Entscheidungsprozesse und Interdependenzen.

Der Evaluationsbericht hebt abschließend hervor: „Die Vernetzung des Reutlinger Energie-Zentrums mit der Industrie, Universitäten (Inland als auch Ausland) ist stark. Dies wird deutlich wenn die Anzahl externer Forschungsarbeiten und Auslandsaufenthalte von den Studierenden in Betracht gezogen wird. Insbesondere die Synergie mit dem von der Karl Schlecht Stiftung mitgeförderten Institut für Energie-Effizienz in der Produktion hat sich als fruchtbar erwiesen.“ Darüber freut sich besonders der Leiter des Reutlinger Energie Zentrums, Prof. Dr. Truckenmüller: „Wir sind froh um die sehr gute Beurteilung. Schließlich haben wir weiterhin viel vor. Und für hervorragende Lehre und Forschung mit großem Impact ist die Zusammenarbeit mit der Karl Schlecht Stiftung ein wichtiges Fundament.“

Die Karl Schlecht Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung mit Fokus auf „Good Leadership“. Ihre Leitidee ist die Verbesserung von Führung in Business und Gesellschaft durch humanistische Werte. Vor diesem Hintergrund fördert sie die ganzheitliche, wertebasierte Persönlichkeitsentwicklung von jungen Menschen und angehenden Führungskräften. Dazu unterstützt sie wirkungsorientierte Projekte und Institutionen der Wissenschaft und Bildung. Sie fördert derzeit rund 100 Fremdprojekte sowie eigene Projekte mit jährlich etwa 8 Millionen Euro.

Die Karl Schlecht Stiftung mit Sitz in Aichtal und einem Büro in Berlin wurde im Oktober 1998 von Dipl.-Ing. Karl Schlecht gegründet. Der Stifter ist Gründer des Betonpumpenherstellers Putzmeister.