07.11.2018 | Kategorien TEC News

Sieg der RT-Lions beim Sick Robot Day 2018

Ein Meilenstein auf dem Weg nach Sydney zur Weltmeisterschaft

SAMSUNG CSC

Von: tec/pr-krk, LePing Peng

 

Die RT-Lions, das RoboCup Team, nahmen am 13. Oktober 2018 am Wettbewerb ‚Sick Robot Day‘ in Waldkirch teil und kamen mit dem Sieg zurück an unsere Hochschule Reutlingen.

Zum Wettbewerb waren insgesamt 13 internationale Teams angetreten. Mehrere von ihnen waren bereits seit vielen Jahren sehr erfolgreich, die Hochschule Reutlingen trat zum ersten Mal an.

Die Herausforderung bestand darin, mit autonomen mobilen Robotern Metallkugeln von einem fahrenden Fahrzeug aufzunehmen und sie zu einer Box in der Heimatbasis zu bringen. Die Schwierigkeit war, dass je zwei Mannschaften zugleich in der Arena konkurrierend ‚auf Jagd‘ gingen. Es gewinnt das Team, das in den zwei Runden am meisten Kugeln in seiner Box erreicht. Es war faszinierend, welche inspirierenden und verschiedenen Lösungen von den Teams gefunden wurden, auch die Roboterplattformen waren sehr vielseitig.

Die RT-Lions setzen erstmalig ihren neuen Wettkampfroboter LeonaRT, bestehen aus einem Sawyer Manipulator und einer mobilen omnidrive Plattform von Neobotix, ein. Ganz im Sinne von Mechatronikern und lösungsorientierten Ingenieuren wurden umfangreiche Erweiterungen vorgenommen. Professor Matthias Rätsch, Head der RT-Lions, war sich sicher: „Das Team, das mit einem Gripper antritt, der alle neun Kugeln zugleich greift, wird den Wettkampf gewinnen“. Das Team profitierte aus der Arbeit der Studierenden bei industriellen Partnern, wie bei Mercedes Benz Daimler, der Schramme oder Neobotix GmbH, die das Team auch finanziell unterstützten. Es wurde ein ferromagnetischer Greifer, eine SLAM-basierte Lokalisierung und Navigation sowie eine Deep Learning (CNN) basierte Ball und Turtelbot Erkennung entwickelt.

Bereits beim ersten Greifen konnten alle Kugeln zugleich gegriffen werden. Die gesammelten Kugeln hätten den sicheren Sieg dargestellt, doch leider fielen alle neben die finale Box. Nach einem dramatischen Umbau und Fixing ging es in die finale Runde. Wieder konnten die RT-Lions am meisten Kugeln aufnehmen und diesmal auch in der Heimatbasis erfolgreich ablegen. Das Team hatte mehr Metallkugeln in der finalen Box als alle anderen Teams zusammen und damit einen dramatischen aber deutlichen Sieg errungen.

Vielen Dank an die Sponsoren, an den Fachbereich Mechatronik und vor allem an die 26 mitwirkenden Studierenden und Aktiven vor Ort. „Der Sieg war ein Meilenstein auf dem Weg nach Sydney zur WM 2019,“ sagt Professor Rätsch. „Das Team und die Zahl der Bewerber auf ein Ticket sind groß, doch eine WM hat viele Challenges, da ist jede Hand, und wenn auch nur für zwei Credits, willkommen!“

Wer bei einer Weltmeisterschaft dabei sein möchte, kann sich beim Team melden!