09.10.2019 | Kategorien TEC News

REZ erklärt Energieeffizienz-Experten im Bundesumweltministerium jüngste Studienergebnisse aus Reutlingen

Was kann ich als Mittelständler tun, damit die Möglichkeiten für einen effizienteren Umgang mit Energie, von dem mir schon so viele Berater erzählt haben, auch ausgeschöpft werden? Und ist unsere Energiepolitik auf dem richtigen Weg, um die Unternehmen dabei zu unterstützen?

Im BMU präsentierten Werner König und Prof. Dr. Sabine Löbbe vom Reutlinger Energiezentrum für Dezentrale Energiesysteme und Energieeffizienz an der Hochschule Reutlingen am 22. August 2019 die Ergebnisse aus ihrem Projekt „Entscheidung für Energieeffizienz“, das sie mit dem Institut für Energieeffizienz in der Produktion (EEP) der Universität Stuttgart durchführten.

Die ausführliche Diskussion bestritten sie gemeinsam mit den Teilnehmern aus Ministerien, Verbänden der Energiewirtschaft und Industrie und Beratung. Friedrich Seefeldt, Partner bei Prognos AG Berlin fasste zusammen: „Ich finde Ihren organisations-kulturellen bzw. sozio-kulturellen Untersuchungsansatz zur "Effizienz-Entscheidung" in der Tat anregend. Dass Sie mit Ihrem Ansatz eine ganze Menge spannender Aspekte herausgearbeitet und offenbar die richtigen Punkte getroffen haben, hat ja auch die lebhafte Diskussion gezeigt.“

Werner König und Sabine Löbbe hoffen, daß sie einige hilfreiche Anregungen auch für die gerade stattfindende Überarbeitung der Förderstrategie für Energieeffizienz des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie in Berlin hinterlassen durften: „Energieeffizienz sollte als gesamtgesellschaftliches Ziel und soziale Norm etabliert werden. Das beeinflußt sehr die Frage, wie in den Unternehmen in Sachen Energieeffizienz entschieden und gehandelt wird. Daher bleibt es wichtig, den politischen Diskurs weiterhin zu stärken: die politische Diskussion zu kräftigen, Informationskampagnen zu vermehren, politischen Willen zu demonstrieren. Dabei gibt es viele Argumente, die für die KMU anschlussfähig sind. Sie reichen von Energiesicherheit über Wirtschaftlichkeit bis zu sozialer Verantwortung und Ökologie.

Darüber hinaus sollte Politik die Energieeffizienz-Bildung in industrierelevanten Berufsbildern verankern. Energieeffizienz und Energiesparen sollten als selbstverständliche Berufsregel etabliert werden, und das Bewusstsein für Energieeffizienz und entsprechende Kompetenzen sollte geschärft werden. Langfristig wird ein Schuh hieraus, wenn die KMU von der Aufgabe der Mitarbeitersensibilisierung und Kompetenzbildung entlastet werden!

Die Ergebnisse der Studie können heruntergeladen werden unter EntschEffErgebnisse